Loading...
WAPA / BURKINA FASO2018-07-20T17:02:32+00:00

WAPA / BURKINA FASO

Wapa ist ein kleines Dorf in Burkina Faso. In diesem Dorf wohnen circa 1000 Einwohner. Die Menschen leben von Landwirtschaft, Gartenarbeit und Tierzucht. Die Regenzeit dauert ca. 5 Monate, von Juni bis Oktober. In diesem Zeitraum wird Landwirtschaft betrieben. Von Oktober bis Mai herrscht Trockenzeit. In diesem Zeittraum betreiben die jungen Männer und Frauen Gartenarbeit. Sie pflanzen viele Sorten an Gemüse für den Eigenbedarf an aber auch um dieses zu verkaufen. Dadurch wird auch das Geld für die Finanzierung von anderen lebensnotwendigen Aktivitäten erwirtschaftet, z.B Schulgebühren oder Kosten für die Behandlung im Krankheitsfall, da es keine Krankenversicherung gibt. Das Leben der Menschen auf dem Dorf ist vom Vorkommen von Wasser abhängig. Jedoch trocknen ab Ende Februar bereits viele Brunnen aus. Es fehlt demzufolge das Wasser sowohl für die menschliche Versorgung (Trinkwasser) als auch für die Gartenarbeit und Tierzucht.

Burkina Faso ist ein Binnenland in Westafrika mit Grenzen zu Mali, Niger, Benin, Togo, Ghana und der Elfenbeinküste.
Seine Fläche beträgt 274.000 Quadratkilometer, gut zweidrittel der Fläche Deutschlands und das Land hat rund 17,6 Millionen Einwohner (Deutschland gut 82,5 Millionen). In den Nachbarstaaten leben noch einmal geschätzte 6 Millionen Burkiner.
Am 5.8.1960 wurde das Land unabhängig, am 5.8.1984 wurde der Name Obervolta, den das Land zu französischen Kolonialzeiten erhielt, durch den heutigen Namen Burkina Faso ersetzt.
Hauptstadt ist Ouagadougou (über 2 Millionen Einwohner).
Amtssprache ist Französisch, Landessprachen sind außerdem Mooré, Djoula, Fulfude und viele andere.
Religionen: ca. 55% Muslime, ca. 30% Animisten, ca. 15% Christen.
Regierungsform: Zentralstaat, laizistische Republik mit Präsidialsystem nach dem Vorbild Frankreichs, Staatsoberhaupt seit 2015 ist Roch Marc Christian Kaboré.

Burkina Faso zählt nach wie vor zu den ärmsten Ländern weltweit.

Das Land ist durch tropisches Klima und verschiedene Savannenlandschaften geprägt. Regelmäßig wiederkehrende Dürreperioden erschweren die Landwirtschaft und sorgen für große Not bei den überwiegend Subsistenzwirtschaft betreibenden Bauern. Anbauprodukte für den Eigenbedarf sind Hirse, Mais, Sorghum, Reis und im Süden des Landes außerdem Yams, Maniok und Zuckerrohr. Für den Export werden Erdnüsse und Baumwolle angebaut. Auch hier erschweren die schwankenden Niederschläge die Ausübung der Landwirtschaft und mindern die Erträge.
Agrarsubventionen in den USA und der EU, schwankende Weltmarktpreise und der fehlende freie Zugang afrikanischer Staaten zum Weltmarkt verhindern weitgehend den Verkauf der burkinischen Baumwolle trotz guter Qualität.
Aufgrund geringer Produktivität in der Landwirtschaft und nahezu fehlender Weiterverarbeitungsmöglichkeiten beträgt der Landwirtschaftsanteil nur etwa ein Drittel des BIP.

Gold ist der wichtigste Exportartikel, unterliegt aber den stark schwankenden Weltmarktpreisen, Mangan gewinnt an Bedeutung, problematisch ist jedoch der Transport aus dem Norden des Landes infolge fehlender Verkehrswege.
Viele Menschen sind im informellen Sektor beschäftigt, ihren Lebensunterhalt verdienen sie durch Dienstleistung und Kleinhandel.

Die Lebenserwartung der Bevölkerung ist nach wie vor gering, die Säuglingssterblichkeit dagegen hoch, die Versorgung mit Ärzten ist, vor allem außerhalb Ouagadougous, sehr schlecht.
Mangelnde Hygiene, fehlende Infrastruktur und nicht vorhandenes Wissen tragen zu dieser ungünstigen Situation bei.

Die Alphabetisierungsrate in Burkina Faso beträgt nur rund 36%, der Anteil der Männer, die lesen und schreiben können, ist ungleich höher als der der Frauen. Unterrichtssprache ist Französisch, was vielen Kinder im Grundschulalter die Teilnahme erschwert oder unmöglich macht, da sie nur ihre indigene Sprache sprechen und oft sehr weite Schulwege haben. Dazu kommen die Kosten für den Schulbesuch, die es vielen Eltern unmöglich machen, ihre Kinder zur Schule zu schicken.
Bildung ist aber die erste Voraussetzung für Veränderungen im Verhalten, für effektiveres Wirtschaften und bessere Lebensbedingungen.

Quellen:

Auswärtiges Amt
Welthungerhilfe
Wikipedia
Ärzte ohne Grenzen